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Ein polares Abenteuer für Michael Martin

RF - 25.07.2011
Einen Eisbären zu verjagen und das Motorrad stundenlang laufen zu lassen, um zu verhindern, dass der Motor versagt - all das gehörte zur jüngsten Abenteuertour von Michael Martin.
Michael Martin, unterwegs mit seiner BMW

Der Forscher ist bekannt dafür, die Wüsten dieser Welt zu bereisen und atemberaubende Fotografien mitzubringen.

 

Aber bei diesem jüngsten Trip hat er eine andere Art von öder Landschaft in Angriff genommen: das ewige Eis der kanadischen „Northern Territories“ und der Nordpol. Der gebürtige Deutsche, der bereits die meiste Zeit seines Lebens auf Weltreise auf seiner BMW GS verbracht hat, war Temperaturen von -48°C und heimtückisch vereisten Straßen ausgesetzt.

 

Michael gab zu, dass das Klima mit Temperaturen weit in den Minusgraden eine weit größere Herausforderung für ihn bedeutete als die heißen und dürren Bedingungen, denen er sich normalerweise aussetzt: „Im Schnee zu fahren, ist ein Problem. Es ist sehr schwierig. Ich kann das nicht empfehlen. Der Untergrund ist sehr rutschig und es ist einfach so kalt. Ich ziehe definitiv die Hitze der Wüsten vor.”

 
 
gemütliche Übernachtung...

Die Tour war Teil von Michaels jüngstem Projekt „Planet Desert”, das ihn in mehr als 40 Reisen in Wüsten überall auf dem Globus treibt. Fast alle seiner bisherigen Expeditionen legte er auf seiner gewissenhaften R 1200 GS Adventure zurück. Obwohl es nicht möglich war, das Motorrad mit an den Nordpol zu nehmen. „Aber ich habe das Motorrad bei fast allen anderen Touren gefahren“, sagt er. „Ich liebe die Freiheit und Flexibilität, die sie mir gibt. Die GS erlaubt es mir, sehr nahe an die Menschen und die Landschaften heran zu kommen. Außerdem macht es einfach mehr Spaß.”

 

Die niedrigsten Temperaturen hatten Michael und sein Motorrad auf den Eisstraßen über dem Mackenzie River zu überstehen. „Weil es so kalt war - immer zwischen -45 und -48°C - war es ein Problem, das Motorrad wieder zum Laufen zu bringen. Wenn es gelaufen ist, war es sehr zuverlässig und hat großartig funktioniert. Aber keine Batterie der Welt würde bei solchen Temperaturen starten. Daher hieß es für mich, dass der Motor immer laufen musste, auch wenn ich für drei bis vier Stunden gehalten habe. Die Lastwagen-Fahrer da draußen kennen das Problem. Auch sie haben niemals die Motoren abgestellt.“

Trotz der extremen Bedingungen hat Michael seine letzte Expedition sehr genossen:Einer der Höhepunkte waren die wilden Tiere. Ich habe viele Eisbären, Narwale und Robben gesehen. Die Eisbären sind völlig furchtlos. Sie kommen bis ins Lager und man muss sie mit einer Menge Krach vertreiben. Das Problem war, dass sie sehr neugierig auf uns waren und ich war ziemlich nervös, weil es heißt, dass sie sehr gefährlich und bissig seien.”

der Eisbär...ein ständiger Begleiter

Michaels zweites großes Erlebnis war die Erforschung des Nordpols: „Die Landschaft selbst war einfach nur beeindruckend.“ Die vereisten Straßen und niedrigen Temperaturen hingegen, gehören nicht zu den Highlights der Tour. Er trug beheizte Kleidung und Unterwäsche sowie Überkleidung, wie sie normalerweise die Polarforscher tragen, um sich warm zu halten. Während der Nacht jedoch hatte er nur den Schutz eines Zeltes und schlief manchmal sogar draußen ? nur mit dem Schlafsack."

Die Forschungen und Entdeckungen für „Planet Desert” werden Michael bis 2014 weiter beschäftigen. Daher bereitet er sich gerade schon auf sein nächstes Abenteuer vor. Der Entdecker nahm sich eine kleine Auszeit für die BMW Motorrad Days in Garmisch-Partenkirchen vom 1. bis 3. Juli und zeigte einige seiner Videos und Präsentationen von seinen Reisen in die Wüsten Amerikas und Afrikas. Aber schon direkt nach der Veranstaltung blieb ihm nur wenig Zeit zur Entspannung: „Ende des Monats werde ich nach Russland reisen. Ich freue mich darauf und fühle mich gut vorbereitet. Aber eigentlich habe ich schon so viele Kilometer auf Reisen zu gebracht und verfüge über so viel Erfahrung, dass ich mich nicht wirklich noch großartig vorbereiten muss.“

 

BMW

MR/BM


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