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Szene

Rudi Pöschl und Husaberg - Rückblick auf Saison 2 im blaugelben Lager

06.12.2012
Im letzten Jahr wechselte der Tiroler Hüne ins blaugelbe Lager des Rameis Racing Teams und lieferte mit dem neuen Gerät gleich eine beeindruckende Saison ab.
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Rudi Pöschl

Auch in der Saison 2012 fiel die Wahl der Waffen auf den größt möglichen Hubraum in Form der Husaberg FE570 - zumindest für den Großteil des Jahres, denn ab September wurde auf die komplett neue Linie von Husaberg in Form der 501er umgesattelt. Pöschl liebt es von je her groß, stark, schnell und am liebsten natürlich mit Blick vom obersten Treppchen, wobei der riesenhafte Kerl mit seinen 1,92m meist gar kein Stockerl dafür brauchen würde....


Der Tiroler mittlerweile eine Institution im österr. Offroadsport, feierte heuer seinen 40. Geburtstag, was ihn aber nicht davon abhielt, an unzähligen Rennen und Serien teilzunehmen und wieder mit einem Sack voll Siegestrophäen in den Sonnenuntergang zu brausen...
Neue Saison und die Karten werden neu gemischt....


Wie jedes Jahr steht vor der neuen Saison ein mehr oder weniger großes Fragezeichen in Bezug auf Gegner, Tempo, Rennverlauf, Technik, usw.... Pöschl als "alter Hase" ging, wie immer in den letzten Jahren, sardisch vorbereitet in die neue Saison und so war es keine große Überraschung, als der lange Tiroler bereits beim Winterenduro in Lunz vom obersten Podest grinste. In gleicher Weise ging es im Frühjahr weiter beim RockRace, Enduro Inferno, Dirt Days und dem Granitbeisser in Schrems. Überall stand der Name Pöschl ganz oben auf der Liste.

 

Den ersten Rückschlag musste der Tiroler aber dann ausgerechnet beim Auftakt der ACC in Launsdorf hinnehmen. „Elefantenmäßige“ Unterarme warfen ihn aus dem Rennen und dementsprechend die Stimmung beim 3maligen Gesamtsieger der ACC. Besser lief es dann wieder am RedBull-Ring bei der EnduroTrophy und dem Enduromasters in Reisersberg, bevor abermals dunkle Wolken über den nächsten Rennen aufzogen.

 

Anfang des Sommers kam das konstant laufende Rad des Tirolers ein wenig aus dem Tritt und so musste er in der Rachau/Endurotrophy, Schrems/Enduromasters und Türnitz/ACC vorzeitig sein Renngerät aus technischen wie körperlichen Problemen abstellen.

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Vollgas aus der Ecke raus

 

Reboot im Sommer...

Jetzt kam die Sommerpause gerade recht um an den aufgetretenen Problemen zu arbeiten. Beim „Restart“ in Rothenfels/Endurotrophy stand ein „runderneuerter“ Rudi Pöschl am Start und cruiste dort mit wieder gewonnener Lockerheit zum Sieg.

 

Das bekam auch Marc Coma kurze Zeit später beim Kaolinwerkrennen zu spüren. Pöschl ließ seine Husaberg über den Steinbruch von Aspang fliegen und selbst der mehrfache Dakarsieger musste sich hinter Pöschl einreihen. In gleicher Weise ging es in Pramlehen/Enduromasters weiter, obwohl Pöschl hier ungewohnter weise in der Teamwertung startete und damit den sicheren Sieg in der Einzelwertung anderen überließ.

 

Das Tiroler Nachwuchstalent Marco Schöpf stand für das Rennen plötzlich ohne Partner da und so sprang Pöschl in die Bresche, da aufgrund der Nominierung für das SixDays Team Austria das nächste Rennen zu den Enduromasters in Ampflwang sowieso nicht bestritten werden konnte. Einzig in der ACC wollten sich die dunklen Wolken nicht lockern und so kam es beim Finale in Mattighofen nicht zur erhofften Revanche. Die ACC2012 damit für dieses Jahr abgehakt und ab sofort wurde der Fokus auf das Highlight 2012 gestellt.

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mit Rudi Rameis

 

Six Days Sachsen/Germany 2013

Eines der großen Highlights im Rennjahr des Tirolers war sicherlich die Teilnahme an den Six Days 2012 in Sachsen/Deutschland als Mitglied des österr. Trophy Teams. Sechs Tage lang war der Sachsenring der Nabel der Endurowelt mit sämtlichen Topnationen und Fahrern am Start. Im klassischen Enduromodus wurde in den Sonderprüfungen um jede Zehntelsekunde gerittert und insgesamt waren mehr als 1600km abzuspulen. Pöschl stellte auch hier seine Klasse unter Beweis, holte mit der Mannschaft Platz 12 und für sich selbst eine Goldmedaille in der E3.

 

Fazit, Ergebnisse und Ausblick auf 2013...

Insgesamt stehen rund 30 verschiedene Rennen mit 17 Siegen, der Meistertitel in der Enduro Trophy Klasse E3, Goldmedaille Six Days Klasse E3, sowie die Vizetitel bei den Enduromasters Profi Einzel (2 Rennen ausgelassen) und ETT2012 Einzel- und Teamwertung am Konto des nimmermüden Vollblutracers. Rudi Pöschl mit seinen 40 Lenzen immer noch einer der schnellsten Piloten Österreichs, fasst bereits die Saison 2013 ins Auge.

 

Im Fokus stehen die neue ÖM sowie natürlich Revanche in der ACC. Bei der Wahl der Waffen ist man sich noch nicht ganz eins, wurde Pöschl doch erst kürzlich beim Krampusenduro auf Husaberg TE300 gesichtet. Es bleibt Raum für die eine oder andere Spekulation. Auf jeden Fall rollt die Rennmaschine Rudi Pöschl auch im Jahr 2013 an den Start der diversen Rennen/Serien. Die Zuschauer und Fans wird’s freuen, die Gegner eher weniger.....So long bis 2013!

 

Publikation: Bernhard Walch

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